
Vorposten Eins
„Sieben Tage. Sieben Tage halte ich locker durch."
Elf Jahre nach der Pjöngjang-Grippe, die Nordamerika verwüstet hat, zählt Caleb Harrison die letzten Tage seiner Wache auf Vorposten Eins - einem einsamen Posten hoch oben in den Kaskaden von British Columbia, der den einzigen passierbaren Pass zu seiner Heimat Hammondville bewacht. Noch sieben Tage, dann kann er zu der Frau zurück, die er liebt - und sie endlich zum Tanz auf dem Frühlingsfest auffordern.
Dann zerschmettert ein verzweifelter Notruf die Stille des Berges.
Die Plünderer kommen nicht - sie sind bereits da. Mit Funktechnik zum Peilen von Signalen und schwerer Panzerung haben sie gerade den Wächter des nördlichen Vorpostens niedergemacht. Jetzt rollen sie auf Hammondville zu wie eine Welle aus Gewalt und verfolgen jeden Funkspruch bis zu seinem Ursprung.
Caleb steht vor einer unmöglichen Wahl: sich zurückziehen und die eigene Haut retten - oder bleiben und als Riegel dienen, der der Stadt ein paar kostbare Minuten verschafft, um sich zu verteidigen. Aber wer bleibt, kommt nicht mehr nach Hause. Und jedes Wort, das er ins Mikrofon spricht, führt die Plünderer ein Stück näher heran. Der Zünder, kalt und schwer, liegt in seiner Hand …
Wie viel sind ein paar Stunden wert?
Diese explosive Auftaktnovelle eröffnet den ersten Band von Amerika Fällt - Die Geisterland-Chroniken.
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